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Bleifrei

Intention zu bleifrei: Blei als gesundheitsschädlicher Stoff soll keine beabsichtigte Verwendung in Produkten der Elektronik mehr finden. Eine weitgehende Substitution von Blei aus Kraftstoffen und Farben hat in der Vergangenheit zu einer wirklich nennenswerten gesundheitlichen Entlastung der Menschen geführt.

Die rechtlich verbindliche Definition der Bleifreiheit mit einem oberen Grenzwert (MCV - maximum concentration value) ist noch in der europäischen (TAC) und internationalen (NEMI, JEDEC, JEITA u.a.) Diskussion.

Hier die letzten Entwürfe:

In Kraft getretener Vorschlag für die Europäischen Kommission (TAC, 07/2004, inoffizielles Dokument): Maximum Concentration values (RoHS) For the purposes of Article 5(1)(a): a maximum concentration value of 0.1% by weight in homogeneous materials for lead, mercury, hexavalent chromium, polybrominated biphenyls (PBB) and polybrominated diphenyl ethers (PBDE) and of 0,01% by weight in homogeneous materials for cadmium shall be tolerated.

Homogeneous material means a material that can not be mechanically disjointed into different materials.

Neu im Sommer 2004: Der Reinheitsgrad von 0.1 Gewichts% Pb wird in der RoHS auf Materialien und nicht auf ganze Komponenten angewendet.

Der Ausdruck "homogen" bezieht sich auf eine gleichartige Zusammensetzung. Beispiele für homogene Materialien sind solche individuellen Typen wie: Kunststoff, Keramik, Glass, Metall, Legierungen, Papier, Leiterplatten, Gummi, Beschichtungen. Der Ausdruck "mechanisch trennbar" meint, dass das Material im Prinzip durch mechanische Einwirkungen wie z.B. abschrauben, schneiden, zerkleinern, schleifen und abrasive Prozesse getrennt werden kann, auch wenn das nicht sinnvoll sein muss.

Diese Definition soll in einem "Guiding Document" des TAC bzw der EG untergebracht werden.

Fasst man ganze Komponenten unter den Begriff "Unit", so greift dieses m.E. zu kurz. Eher sind darunter die Bestandteile einer Komponente (subparts, subunits) wie das Leadframe, die Packagemasse, das Substrat, die Bonddrähte, das Finish oder der Chip zu verstehen. Das Zulassen beabsichtigter Beigaben von Blei oder der anderen Materialien zum Erreichen bestimmter Eigenschaften, wenn auch in geringer Menge, ist keinesfalls im Sinne der Europäischen RoHS-Verordnung.

Der Hersteller kann die Bleifreiheit seines Produkt aus der Kenntnis der eigenen Prozesse und der Deklaration der Bleifreiheit der Zulieferungen von Bestandteilen sicher stellen. Bestandteile von Komponenten lassen sich leichter prüfen als komplette Produkte.

Die Kontrolle von ganzen Produkten, die in der Regie der Hersteller und keinesfalls durch staatliche Prüfstellen im Regelfall erfolgen soll, ist an die Entwicklung allgemein akzeptierter, aber nicht notwendig standardisierter Prüfverfahren gekoppelt. Zur Auswahl und Entwicklung von geeigneten Prüfverfahren wurde in Deutschland eine Arbeitsgruppe zur Probenpräparation für die Analytik beim DKE gebildet.

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